FRAKTION: JUNGE AKTIVE IM GEMEINDERAT 

Bei der Gemeinderatswahl am 09.06.2024 hat die Liste „Junge Aktive“ 8,69% der Stimmen erhalten. Damit sitzen die Junge Akive bereits zum vierten Mal mit drei Personen als eigenständige Fraktion im Gemeinderat. Nachfolgend möchten wir unsere Fraktion vorstellen und über die Arbeit innerhalb der Fraktion informieren.

Unsere Fraktion im Rottenburger Gemeinderat

Kevin Kircher

Hailfingen

Azubi KFZ Mechatroniker

Jugendtrainer & Schiedsrichter SV Hailfingen, Jugendraumausschuss, Jugendausschuss Musikverein Hailfingen

Jasson Schuler

Kernstadt

Student

Bürgerwache, Stadtrat junge Aktive

Moritz Liss

Kernstadt

Geschäftsführer Lokalsport-Plattform

FC Rottenburg, Wengert Hexen Rottenburg

Gremien und Verantwortlichkeiten

Warum das Ganze überhaupt?
Unsere Stadt Rottenburg ist vielfältig und groß – mit vielen Ortschaften und Themen, die uns alle betreffen. Damit alles gut funktioniert, braucht es klare Zuständigkeiten, Menschen mit Verantwortung und den Mut, etwas zu bewegen. Genau deshalb engagieren wir Junge Aktive uns in verschiedenen Gremien und Ausschüssen: Damit Eure Anliegen gehört werden, egal ob in der Kernstadt oder in den Teilorten. Was ist dabei wichtig?

Die Aufgaben in der Stadtpolitik sind sehr vielseitig. Um diese gut zu bewältigen, gibt es für jedes Thema spezialisierte Ausschüsse und Gremien – zum Beispiel für Bildung, Soziales, Bauen oder Finanzen. So können wir uns intensiv mit jedem Bereich beschäftigen, Entscheidungen gut vorbereiten und Rottenburg sinnvoll weiterentwickeln.
Außerdem sind wir Jungen Aktiven Ansprechpartner für die verschiedenen Ortschaften. Jede Ortschaft hat ihre eigenen Bedürfnisse – wir hören zu, bringen diese ins Rathaus und setzen uns für die besten Lösungen ein.

Wer ist überhaupt wer?

👤 Jasson Schuler
✅ Ausschüsse & Gremien:
Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss (SBK)
Hospital Ausschuss
Aufsichtsrat Hospital Pflege gGmbH
Behindertenbeirat
🏘️ Zuständig für die Ortschaften: Bieringen, Oberndorf, Wendelsheim, Wurmlingen, Bad Niedernau, Hemmendorf

👤 Moritz Liss
✅ Ausschüsse & Gremien:
Verwaltungsausschuss
Betriebsausschuss Wohnbau
Betriebsausschuss WTG
Ältestenrat
Fraktionssprecher-Runde
🏘️ Zuständig für die Ortschaften: Ergenzingen, Baisingen, Kiebingen, Weiler, Dettingen, Eckenweiler

👤 Kevin Kircher
✅ Ausschüsse & Gremien:
Ausschuss für Bauen und Nachhaltigkeit
Betriebsausschuss Technische Betriebe
Betriebsausschuss Stadtentwässerung
Aufsichtsrat Stadtwerke
Aufsichtsrat EVR
🏘️ Zuständig für die Ortschaften: Hailfingen, Seebronn, Frommenhausen, Schwalldorf, Obernau

Wir finden:
Ohne gut organisierte Ausschüsse, klare Zuständigkeiten und Menschen, die Verantwortung übernehmen, würde in Rottenburg vieles stillstehen. Wir Jungen Aktiven wollen zeigen, dass Politik nicht langweilig sein muss – sondern jeden betrifft. Wir hören Euch zu, bringen frischen Wind in den Gemeinderat und gestalten unsere Stadt gemeinsam mit Euch.

Demokratie lebt vom Mitmachen!

Erst die zeitversetzte Aufzeichnung von Livestreams aus dem Gemeinderat ermöglicht dieses Mitmachen für alle Bürgerinnen und Bürger im Alltag. Demokratie darf kein exklusiver Club für Menschen mit viel Freizeit sein. Wer abends ehrenamtlich im Verein aktiv ist, Schicht arbeitet oder die Kinder ins Bett bringt, kann um 18 Uhr keinen Live-Stream schauen. Eine 7-tägige Speicherung schafft ehrliche, zeitgemäße Transparenz und bindet die Menschen genau dann ein, wenn sie Zeit dafür haben. Als Junge Aktive fordern wir daher konsequent eine moderne, digitale und bürgernahe Verwaltung in allen Bereichen. Doch der Prozess im Rathaus ist zäh.

Künstliche Intelligenz: Vom Produktivitäts-Tool zur bitteren Notwendigkeit

Viel zu oft wird der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und automatisierten Prozessen in der Verwaltung noch als reines „Zukunftsmusik“-Thema abgetan. Momentan steigert KI vor allem die Produktivität und schont wertvolle Ressourcen. Doch in wenigen Jahren wird sich das Blatt wenden: Der massive Personalmangel und die immer schwierigere Suche nach qualifizierten Fachkräften im öffentlichen Dienst werden uns schlichtweg dazu zwingen, Prozesse konsequent zu automatisieren und digital zu lösen. Wenn die guten Leute für die Arbeitsbereiche fehlen, führt an intelligenter Technik kein Weg mehr vorbei. Wer heute nicht die Weichen stellt, verliert morgen die Handlungsfähigkeit.

Die Debatte: Blockade statt moderner Lösungen

Wie zäh dieser Kampf im Gemeinderat ist, zeigte die heftige Debatte der vergangenen Woche: Unser Antrag auf die 7-tägige Speicherung der Sitzungs-Streams wurde knapp abgelehnt. In der Kritik wurde vor allem argumentiert, das Verfahren sei zu „spontan“ gewesen und das nachträgliche Anonymisieren oder Muten von Personen bedeute einen zu hohen Mehraufwand für die Verwaltung und den Personalrat.

Unsere klare Haltung dazu:

Keine Ausreden mehr: Das Argument des riesigen Arbeitsaufwands zieht im Jahr 2026 nicht mehr. Datenschutzkonforme KI-Software erledigt das Schwärzen und Muten im Nachgang fast komplett von allein. Mut zur Bewegung: Die genaue handwerkliche Umsetzung kann man im Nachhinein gemeinsam mit der Verwaltung erarbeiten. Wer immer erst wartet, bis die allerletzte Detailfrage gelöst ist, bewegt in Rottenburg überhaupt nichts mehr.

Unsere Initiative: Wir zeigen, wie es geht!

Wenn die Strukturen bremsen, gehen wir eben voran und zeigen auf unseren eigenen Kanälen, wie moderne, barrierefreie politische Kommunikation funktioniert:

Info-Reels zu Terminen: Wir bereiten komplexe Themen aus dem Rathaus kurz, verständlich und nahbar als Video auf.

Livestream zum Dätzweg: Als die Schließung des wichtigen Fußgänger-Bahnübergangs drohte, haben wir die Situation vor Ort per Livestream transparent gemacht und direkt den digitalen Dialog mit den Bürgern gesucht.

Der „Stadtratar“: Mit diesem digital generierten KI-Avatar testet unser Stadtrat Moritz Liss völlig neue Wege, um Rottenburger Lokalpolitik für die jüngere Generation spannend, greifbar und verständlich zu machen.

Echte Transparenz lässt sich auf Dauer nicht blockieren. Wir bleiben für euch dran – digital, transparent und direkt vor Ort!

Finanzen

Finanzen mit Verantwortung – Zukunft im Blick behalten

Die Kassen vieler Städte sind angespannt – auch bei uns. Steigende Kosten und neue Aufgaben machen klar: Wir müssen sorgfältig mit Steuergeld umgehen. Für uns heißt das:
Verantwortungsvoll wirtschaften – aber nicht kaputtsparen.

Unsere Haltung:

  • Jeder Euro muss sinnvoll eingesetzt werden
  • Ausgaben regelmäßig prüfen, Verwaltung effizient gestalten
  • Einsparpotenziale nutzen – ohne die Zukunft zu gefährden

Gleichzeitig gilt:
Sparen darf nicht bedeuten, wichtige Investitionen aufzuschieben. Denn:

  • Bildung, Infrastruktur und Digitalisierung sichern unsere Zukunft
  • Vereine und Angebote für junge Menschen stärken unsere Stadt
  • Die nächste Generation trägt die Folgen unserer Entscheidungen

Ein konkretes Beispiel:
Die Weiterentwicklung des Eugen-Bolz-Gymnasiums ist eine große Investition – aber eine notwendige. Wichtig ist: solide Planung, Transparenz und finanzielle Verantwortung.

Unser Ziel:
Ein Rottenburg, das heute vernünftig wirtschaftet
– und morgen noch handlungsfähig ist.

Schlachthof

Schlachthof Rottenburg – Realität anerkennen, Verantwortung übernehmen

Der geplante Neubau ist vom Tisch. Eine Betreibergesellschaft kam nie zustande, ein tragfähiges Konzept wurde nicht vorgelegt. Der bestehende Schlachthof läuft vorerst weiter – aber ohne echte Perspektive: Unsichere Zukunft, offene Investitionen, Abhängigkeit von Genehmigungen und Tierseuchenrisiken.

Für uns bestätigt sich damit, was wir von Anfang an gesagt haben: Ein wirtschaftlich tragfähiger Schlachthof am Standort Rottenburg ist kaum realisierbar.

Unsere Haltung bleibt klar:

  • Ja zu regionalem Schlachten – aber nur, wenn es realistisch und tragfähig ist
  • Keine millionenschweren Risiken für den städtischen Haushalt
  • Pflichtaufgaben wie Schulen und Infrastruktur haben Vorrang

Was jetzt klar ist:

  • Viel Zeit und Geld sind in einen Prozess geflossen, der kein Ergebnis gebracht hat
  • Andere Standorte – wie Gärtringen – gehen ohne Rottenburg an den Start
  • Die Chancen auf eine sinnvolle interkommunale Lösung wurden nicht genutzt

Unser Fazit:
Die Stadt darf nicht weiter einem Modell hinterherlaufen, das sich nicht trägt. Jetzt braucht es einen klaren Schnitt und eine realistische Perspektive für das Areal – statt weiterer Hängepartien.

Trinkwasserbrunnen

Trinkwasserbrunnen – kleine Maßnahme, großer Effekt

Die Sommer werden heißer – und der Bedarf nach frei zugänglichem Trinkwasser steigt. Deshalb haben wir beantragt: Mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt – einfach zugänglich, sichtbar und alltagstauglich.

Unser Ansatz:

  • Niedrigschwelliger Zugang zu Trinkwasser für alle
  • Sinnvolle Standorte mit hoher Nutzung (z. B. Marktplatz, Schänzle, Bahnhof)
  • Nutzung bestehender Infrastruktur, um Kosten gering zu halten

Was daraus geworden ist:

  • Der Marktbrunnen beim Dom ist jetzt offiziell ein Trinkwasserbrunnen
  • Der Brunnen an der Zehntscheuer wurde einbezogen
  • Weitere Standorte wurden geprüft

Das zeigt:
Auch kleine, pragmatische Ideen können schnell umgesetzt werden – wenn man sie konsequent verfolgt.

Warum das wichtig ist:

  • Schutz vor Hitze für alle Generationen
  • Mehr Aufenthaltsqualität in der Stadt
  • Konkrete Klimaanpassung im Alltag

Unser Ziel:
Weitere Trinkwasserangebote schaffen – sichtbar, barrierefrei und dort, wo sie wirklich gebraucht werden.

🏆 Ehrenamtspreis für junge Menschen – Weil Engagement keine Altersfrage ist

Ehrenamt stärken – junge Menschen sichtbar machen

Ohne Ehrenamt läuft in unserer Stadt nichts. Doch junge Engagierte sind bei Auszeichnungen oft unterrepräsentiert. Deshalb haben wir beantragt: Eine eigene Nachwuchs-Kategorie bei der Bürgerehrung –
um junges Engagement gezielt sichtbar zu machen.

Unser Ziel:

  • Mehr Anerkennung für junge Ehrenamtliche
  • Vorbilder schaffen, die andere motivieren
  • Engagement früh wertschätzen, nicht erst nach Jahrzehnten

Was daraus geworden ist:

  • Künftig sollen mindestens zwei unter 27-Jährige geehrt werden
  • Die Zahl der Geehrten wird erhöht
  • Eine eigene Auswahlkommission unter Federführung des Stadtjugendrings wird eingebunden

Das zeigt:
Unser Impuls wirkt – auch wenn die Lösung anders aussieht als ursprünglich vorgeschlagen.

Warum das wichtig ist:

  • Ehrenamt braucht Nachwuchs
  • Wertschätzung stärkt Engagement
  • Junge Menschen bringen neue Ideen in unsere Stadt

Unser Ziel:
Eine Anerkennungskultur, die alle Generationen im Blick hat – und Engagement von Anfang an sichtbar macht.